Busfahrer bei der Ruhrbahn: Jede Menge Inhalt in intensiven Schulungen

Keine schöne Vorstellung: Ein Bus der Ruhrbahn wird in einen Verkehrsunfall verwickelt. Durch den starken Zusammenprall mit dem PKW, der plötzlich von der Seite angerauscht kam, stürzen einige Fahrgäste im Bus und verletzen sich – solche Situationen sind zum Glück nicht alltäglich, doch ganz vermeiden lassen sie sich eben nicht immer. Und im Ernstfall ist eine Person besonders gefragt: Der Busfahrer.

„In meinen 25 Jahren bei diesem Unternehmen hatte ich vor Kurzem meinen ersten Verkehrsunfall“, berichtet mir ein Fahrmeister aus dem Busbereich bei der Ruhrbahn. „Da denkst du, du wärst auf einen solchen Fall vorbereitet. Aber am Ende läuft so etwas völlig anders ab als erwartet.“

Informieren, prüfen, helfen

Die Leitstelle informieren. Die Gesundheit der Fahrgäste überprüfen und gegebenenfalls erste Hilfe leisten. Den Weg für den folgenden Linienverkehr frei machen – das sind nur einige der Aufgaben, die ein Busfahrer bei einem Unfall zu erledigen hat. Und am besten alles gleichzeitig!

Daher sollen die Fahrer der Ruhrbahn bestmöglich auf alltägliche sowie unerwartete Vorkommnisse vorbereitet werden. Und dafür gibt es zahlreiche Schulungen, an denen ein Busfahrer regelmäßig teilnimmt.

Schulungen für neue Busfahrer

Fängt ein neuer Busfahrer bei der Ruhrbahn an, durchläuft er eine knapp zweimonatige Ausbildung. Die umfasst viele Themen: Von einem Erste-Hilfe-Kurs, einer Social-Media-Schulung, einer VRR-Tarifausbildung (also welches Ticket für welche Fahrt?), den allgemeinen Beförderungsbedingungen, über die interne Dienstanweisung für den Fahrdienst, bis hin zu den betrieblichen Abläufen und der Signalordnung. Ein großer Themenschwerpunkt ist die Streckenkunde. Und hier besonders Verknüpfungspunkte, Umsteigemöglichkeiten, Kulturelle Einrichtungen, Krankenhäuser, Friedhöfe. Dieses Wissen benötigt der Busfahrer, auch für den Fall, dass ein Fahrgast seinen Rat braucht, da er sich selber in der Gegend nicht auskennt. Dazu muss der zukünftige Fahrer jede Linie und Haltestelle – einschließlich des NachtNetzes und der Schienenersatzverkehre – auswendig kennen! Das sind jede Menge Informationen, denke ich mir im Stillen.

Darüber hinaus findet für jeden Fahrer einmal im Jahr der sogenannte Fahrerunterricht statt. Hier werden das Verhalten im Kundendienst, Änderungen im Tarif und aktuelle Themen behandelt. So soll jeder Fahrer bestmöglich auf die vielen verschiedenen Aufgaben vorbereitet werden, die er teilweise sogar zeitgleich erledigen muss.

„Die Fahrgäste sehen einen Busfahrer am Steuer sitzen. Was sie allerdings nicht unbedingt wahrnehmen: Der Fahrer muss gleichzeitig die Dienstvorschriften einhalten und steht im Kundendienst. Zusätzlich versucht er, Verspätungen zu vermeiden und muss ‚nebenbei‘ noch ein relativ großes Auto lenken.“ So fasst der Fahrmeister das mal kurz zusammen. Für mich heißt das mal wieder einmal mehr: Der ÖPNV lebt folglich auch von einem gewissen „Zusammenspiel“ zwischen Fahrgast und Fahrer. Gegenseitige Empathie tut schließlich keinem weh, oder?

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2 Antworten zu “Busfahrer bei der Ruhrbahn: Jede Menge Inhalt in intensiven Schulungen”

  1. Müller Heinz sagt:

    Dann solltet Ihr die neuen Fahrer aber auch besser bezahlen und nicht mit 1400,-€ nach
    hause schicken.Wer fährt denn heute noch Bus ?

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