Fahrplanwechsel 2018

Alle ein bis zwei Jahre findet bei der Ruhrbahn ein Fahrplanwechsel statt. Gründe dafür gibt es viele!

Zum einen sind da die Städte. Als Aufgabenträger, quasi als Besteller, geben die Räte der Städte Essen und Mülheim für fünf Jahre vor, welches Volumen an Nahverkehrsdienstleistung wir als Ruhrbahn fahren dürfen, und welchen Qualitäten dieses Volumen entsprechen soll.

Zum anderen bewegt sich im Laufe eines Jahres so einiges in unserem Netz, das auf das Fahrplanangebot der Bahnen und Busse Einfluss nehmen kann. Stadtteile verändern sich, Schulen werden eröffnet – oder geschlossen, Haltestellen werden umgebaut, Quartiere werden erschlossen, Einwohnerzahlen sinken oder steigen, das Kundenverhalten verändert sich, die angrenzenden Städte und Nachbarunternehmen verändern ihr Liniennetz. All diese Ansprüche und Einflüsse werden im Nahverkehrsplan erfasst. Gemeinsam mit den Aufgabenträgern, also den Städten, bestimmen wir dann Maßnahmen, Vorgehen und Ziele. Und leiten einen Fahrplanwechsel ein.

Ob wir die festgelegten Maßnahmen aus dem Nahverkehrsplan erfolgreich umgesetzt haben, zeigt sich im alltäglichen Betrieb. Dort gewinnen wir die Kenntnisse darüber, ob wir diese Vorgaben praxisgerecht und fahrgastfreundlich haben umsetzen können – zum Beispiel mittels Fahrgastzählungen oder durch Meldungen der Kolleginnen und Kollegen aus dem Fahrbetrieb, die die Praxistauglichkeit testen.

Peter Schwarz und Marie Osinski bauen aus den vielen Informationen sozusagen „das Gerüst“ für einen Fahrplanwechsel bei der Ruhrbahn. Das Finetuning findet dann in den vielen, einzelnen Fachbereichen statt.

Nach dem Fahrplanwechsel ist vor dem Fahrplanwechsel

Aus diesen Erkenntnissen und in Abstimmung mit den Aufgabenträgern entsteht der nächste Nahverkehrsplan oder seine Fortschreibung. Und so wiederum der nächste Fahrplanwechsel. Für uns als Verkehrsunternehmen gilt also: Nach dem Fahrplanwechsel ist vor dem Fahrplanwechsel.

Alles zusammen wird von der konzeptionellen und operativen Planung (Abteilung VM-P) entsprechend aufbereitet und bei Bedarf den jeweiligen Bezirksvertretungen der Städte vorgestellt. Von da geht der neue Fahrplan zum Fahrbetrieb, der ihn schließlich umsetzt. Natürlich erfordern die Maßnahmen zum Fahrplanwechsel auch Abstimmungen mit den Nachbarverkehrsunternehmen bzw. deren Zustimmung im Liniengenehmigungsverfahren mit der Bezirksregierung. Ganz schön viel zu tun.

Alles neu: Print und digital

Und jetzt muss der neue Fahrplan in die Welt! Fahrplanbuch, Einzellinienfahrpläne, Aushangfahrpläne, Flyer müssen gedruckt und kurz vor dem Fahrplanwechsel verteilt werden. Haltestellenfahnen müssen neu beschriftet und ausgetauscht werden. Eine Presseinformation geht an die Medien, Aushänge über die Änderungen werden an Haltestellen ausgehängt. Alles das wird analog in die digitale Welt der Webseiten überspielt, dazu müssen auch die Daten der Fahrplaner für die elektronische Fahrplanauskunft aufbereitet und eingespielt werden.

Zum aktuellen Fahrplanwechsel wird das Angebot auf einigen Linien erfreulicherweise ausgebaut, gleichzeitig werden aber auch Angebote mit geringer Nachfrage gestrichen und für die neue Leistung kompensiert.

Puh – das ist für dieses Jahr geschafft! Und jetzt heißt es wieder: Nach dem Fahrplanwechsel ist vor dem Fahrplanwechsel.

Alle Infos zum aktuellen Fahrplanwechsel sind hier auf ruhrbahn.de zu finden.

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Sylvia Neumann

Sylvia Neumann

07.06.2018