EVAG auf Halde: Fahr doch mal hin – nach Altenessen

Das steht gleich an - der Aufstieg dreut

Das steht gleich an – der Aufstieg dreut

Das Ruhrgebiet ist Haldenland und Essen ist Haldenstadt. In Essen-Altenessen wurde Mitte der Neunziger Jahre die Schurenbachhalde renaturiert und zum Landschaftsdenkmal umgebaut. Ihr Gipfel ist über Serpentinen (z.B. über die Nordsternstraße) zu erwandern, oder direkt über Treppenstufen an der Emscherstraße zu erklimmen. Da ich so furchtbar neugierig auf den Ausblick war, und wacker nach oben wollte, habe ich mich für den Aufstieg über die Treppen entschieden.

Halde gehoppt – Ich gehe sie rauf – und später wieder runter

Ich hab sie nicht gezählt, es waren einige – aber selbst wenn es doppelt so viele Treppen gewesen wären – ich hätte sie alle erklommen. Und auch nochmal. Für dieses Panorama über Essen-Altenessen auf der Schurenbachhalde. 86 Meter über Normal-Null.

Eigentlich sind es ja gestapelte Steinkohleabbaureste über die ich laufe. Und irgendwie stellt sich mir auf einmal als Kind des Ruhrgebiets ein heimatverbundenes Gefühl ein. Obwohl niemand in meiner Familie im Bergbau gearbeitet hat. Cool. Dann mal schnell weiter nach oben, Ruhrpott-Blag!

Gleich angekommen - und dann ich kann meinen Blick schweifen lassen

Gleich angekommen – und dann ich kann meinen Blick schweifen lassen

Der Gipfel der Schurenbachhalde ist mit dem Abraummaterial der ehemaligen Bergehalde bedeckt. Es sieht für mich wirklich aus, wie eine Mondlandschaft. Weich, griffig, pulverig fühlt es sich unter meinen Turnschuhen an.

Ich bin nicht alleine - Hufspuren auf der Halde!

Ich bin nicht alleine – Hufspuren auf der Halde!

Beeindruckender Ausblick und natürliche Stille

Die Spuren der Zivilisation lassen auch hier oben nicht lange auf sich warten. Hufspuren. Aha. Lagerfeuer. Okay. Beachtlich wenig Müll, dafür viele Scherben. Und dazu dieser echt beeindruckende Ausblick. Noch vor ein paar Minuten hat mich der Lärm der Autos auf der A 42 die Treppen hoch begleitet. Und oben angekommen: nichts. Ruhe. Stille. Windgeräusche. Die Pferde habe ich verpasst. Ich bin alleine.

Mein Blick wandert über den Pott – viel kann ich nicht erkennen, da ich meine Brille nicht dabei habe, und etwas kurzsichtig bin. Verzeihung. Ich erkenne aber ganz sicher den Tetraeder in Bottrop und das Dach der Schalke Arena im benachbarten Gelsenkirchen. Schlote, Türme, Industrie. Und ganz, ganz viel Grün. Dafür brauche ich hier oben keine Brille. Und natürlich stehe ich auch vor ihr: Vor der Bramme. Der Landmarke für das Ruhrgebiet. 67 Tonnen Stahl, über 14 Meter hoch, 4 Meter breit, über 13 Zentimeter dick. Erschaffen von Richard Serra, einem der bedeutendsten lebenden Bildhauer aus Amerika. Seine Werke sind unter anderem in Katar, London, Paris und Bochum zu bestaunen. Und seit 1998 auf der Schurenbachhalde in Essen. Ich bin beeindruckt.

Die Bramme - aus Stahl erschaffen vom amerikanischen Bildhauer Richard Serra

Die Bramme – aus Stahl erschaffen vom amerikanischen Bildhauer Richard Serra

Fahr doch mal hin!

Die Schurenbachhalde ist mit unseren EVAG-Linien gut zu erreichen. 600 Meter zu Fuß sind es von der Haltestelle Heßlerstraße der U 11 bis zur Halde. Mit dem Bus 183 bis Haltestelle Kirche Heßlerstraße sind es nur ein paar Minuten zu Fuß bis zu den Treppen.

Neee, wat is dat schön hier oben. Fahr doch mal hin!

Und danach dann los zum Halden-Hügel-Hopping.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Sylvia Neumann

Sylvia Neumann

30.08.2016