Ruhrbahn: Maske auf in Bus und Bahn!

Seit Montag, den 27. April 2020, heißt es „Maske auf“ in Bus und Bahn, an Haltestellen und Bahnhöfen. Damit ist die Empfehlung der Ruhrbahn zur Maskenpflicht geworden, so hat die Landesregierung von NRW entschieden. Das heißt, ohne Mund-Nasen-Bedeckung ist die Nutzung des ÖPNV nun nicht mehr erlaubt.

Nach einem langen Hin und Her war die Maskenpflicht im öffentlichen Raum längst überfällig – gerade im ÖPNV, gerade jetzt, da Läden und Schulen wieder öffnen und die Fahrgastzahlen steigen werden. Auch aus einem einfachen Grund: Die Ruhrbahn hat weder unbegrenzte Fahrzeug- noch Personalkapazitäten, um den Sicherheitsabstand durchgängig möglich zu machen.

Hauptsache, Mund und Nase sind bedeckt

Wie die Maske aussieht, bleibt dem Fahrgast überlassen: Es muss keine klassische OP-Maske sein und auch keine FFP-Maske (beide sind in diesen Zeiten selbst für Profis in der Pflege, in Praxen und Krankenhäusern Mangelware); vielmehr genügt eine selbst gemachte Alltagsmaske, eine sogenannte Community-Maske, notfalls tut es auch ein Tuch oder ein Schal. (Wer sich gerne an der Nähmaschine versuchen möchte oder beim Basteln mit Küchenkrepp, der findet im Internet jede Menge Anleitungen.)

Zwar dient die schlichte Community-Maske weniger dem Eigen- denn dem Fremdschutz vor einer Covid-19-Infektion, doch wenn sich jeder um den Anderen sorgt, bin auch ich am Ende (hier einigermaßen) geschützt. Eine selbst gemachte Alltagsmaske sorgt dafür, dass meine Tröpfchen, zumindest die größeren, die beim Sprechen, Niesen oder Husten ausgestoßen werden, eben dort, in der Maske, landen und nicht bei meinem Gegenüber, nicht bei meinem Sitznachbarn in Bus und Bahn.

Außerdem sendet die Maske ein gutes Warnsignal, denn anders als in Asien ist sie uns ein Fremdkörper im Gesicht. Sie erinnert uns an den Ernst der Lage, sie mahnt uns, Rücksicht auf Andere zu nehmen, vorsichtig zu sein und Abstand zu halten – mindestens 1,5 Meter!

Ruhrbahn Empfehlungen auf Facebook und Co.

Auch darum bittet die Ruhrbahn ihre Fahrgäste: Abstand halten beim Ein- und Aussteigen und bitte alle verfügbaren Türen nutzen. Darüber hinaus sollen sich die Fahrgäste möglichst gleichmäßig im Fahrzeug verteilen. Die empfohlenen Hygieneregeln einzuhalten (u.a. regelmäßiges und sorgfältiges Händewaschen) ist allen hoffentlich zur Selbstverständlichkeit geworden.

Um den Abstand überhaupt möglich zu machen, empfiehlt es sich, wann immer es geht, früher oder später als üblich loszufahren. Damit wird die Rush-hour spürbar entschärft.

Sämtliche Corona-Regeln und -Empfehlungen kommuniziert die Ruhrbahn über verschiedene Medien wie Monitore in Fahrzeugen, Facebook oder Website.

Notfallmaske für Kids

Auch an die Schulkinder, die nun allmählich wieder zur Schule müssen, hat die Ruhrbahn gedacht: SchokoTicket-Besitzer haben per Post einen einfachen Mund-und-Nasenschutz erhalten – für den einmaligen Gebrauch im Fall der Fälle. „Wir gehen davon aus, dass die Eltern ihre Kinder mit Masken ausgestattet haben“, erklären die Geschäftsführer der Ruhrbahn Michael Feller und Uwe Bonan, „so wie auch wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Keine Maskenpflicht für Fahrer am Steuer

Dennoch werden wir viele Fahrerinnen und Fahrer ohne Maske sehen, denn am Steuer von Bus, an der Kurbel von Bahn gilt für sie die Maskenpflicht nicht – dank abgeschlossener Fahrerkabinen, Schutztüren oder Absperrungen hinter der ersten Sitzreihe. Sobald sich das Fahrpersonal jedoch im Fahrgastraum aufhält, zum Beispiel um Türstörungen zu beheben oder mobilitätseingeschränkten Fahrgästen beim Einlass zu helfen, ist auch für sie die Maske Pflicht!

Es wird kontrolliert

Bleibt am Ende nur noch die Frage nach der Kontrolle: Wer hat ein Auge auf die Maskenverweigerer? Das Aufsichts- und Kontrollpersonal – es wird die Fahrgäste bei einem Verstoß gegen die Maskenpflicht persönlich ansprechen. Die Sanktionierung hingen bleibt den staatlichen Behörden (wie Bundes- und Landespolizei sowie öffentlichen Ordnungsbehörden) vorbehalten – die Ruhrbahn wird kein Bußgeld verhängen.

 

 

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Manuela Raudasch

Manuela Raudasch

27.04.2020