Ruhrbahn-Auszubildende Leonie will den Verkehrswandel

Leonie auf der Pressekonferenz zur Modellstadt-Kampagne. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Kufen, Ruhrbahn-Geschäftsführer Michael Feller und Umweltdezernentin Simone Raskob möchte sie Autofahrer zum Umsteigen auf Bus und Bahn bewegen.

Seit einigen Tagen sieht man im Essener Stadtgebiet immer wieder Plakate mit klaren Statements zum Verkehrswandel. Man liest beispielsweise „Aus Liebe zur Biene“, „Für die Zukunft meiner Enkel“ oder eben „Ich will den Wandel!“. Auf letzterem Kampagnenmotiv ist eine Schwarz-Weiß-Aufnahme von mir zu sehen, die seit letztem Freitag riesengroß an einer Hauswand in Essen hängt. Im Vorfeld wurde ich oft gefragt, ob das für mich auch wirklich in Ordnung sei. Ich musste nicht lange überlegen, da ich voll hinter diesem Statement stehe. Aber welchen Wandel will ich eigentlich?

Jeden Morgen steige ich in den Bus mit der Nummer 166 Richtung Essen Hauptbahnhof. Es dauert nicht lange, dann kommt der Bus nur noch sehr schleichend voran. Ein kurzer Blick nach vorn verrät mir, woran es liegt: Ich sehe eine endlos lange Kette roter Rücklichter – Stau. Schon wieder. Das Ärgerliche an der ganzen Sache: In den meisten Autos sitzt nur eine einzige Person. Dann braucht sich ja niemand zu wundern, warum es wieder einmal so voll ist auf den Straßen von Essen.

Was zum einen jeden Morgen viele Verkehrsteilnehmer nervt, schadet zum anderen unserer Umwelt und Gesundheit. Schuld daran sind Luftschadstoffe wie zum Beispiel Feinstaub oder Stickstoffoxid, die durch den Straßenverkehr erzeugt werden. Die Luftverschmutzung wird zwar durch modernere Technik reduziert, gleichzeitig sind auf den Straßen aber immer mehr Autos unterwegs. Das stetige Stop & Go belastet unsere Umwelt.

Ich will den Wandel!

Immer noch sind vielen die Folgen für uns nicht klar. Luftverschmutzung ist einer der wesentlichen Treiber für den Klimawandel. Heftige Regenfälle und extreme Wetterereignisse werden immer häufiger. Auch Hitzewellen und Waldbrände bleiben nicht aus. Der Klimawandel vollzieht sich so schnell, dass es für viele Tier- und Pflanzenarten kaum möglich ist, sich daran anzupassen. Wenn sich die globalen Durchschnittstemperaturen weiter erhöhen, werden viele Arten vom Aussterben bedroht sein.

Nicht nur unsere Umwelt ist von der Schadstoffbelastung betroffen. Die Belastungen mit Feinstaub und Ozon führen zu Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das liegt vor allem daran, dass die Partikel so klein sind, dass sie über die Lungenbläschen in das Blut gelangen und von dort aus dann zu allen Organen weiter transportiert werden.

Leonie erklärt ihren Willen zum Wandel auch gerne vor der Kamera.

Die Schadstoffemission kann nur verringert werden, wenn auf den Straßen weniger Autos unterwegs sind. Dabei führt kein Weg an öffentlichen Verkehrsmitteln vorbei, um einen Verkehrswandel auf die Straße zu bringen.

Deshalb freue ich mich, eines der „Gesichter“ der Kampagne zu sein, denn mir ist dieses Thema vor allem in letzter Zeit extrem wichtig geworden. Das geht mich etwas an, weil es hier auch um meine Zukunft geht. Ich habe noch viele Jahre vor mir, die ich auf dieser Erde verbringen möchte. Aber nicht nur meine Zukunft spielt hier eine Rolle, sondern auch eure. Ich finde, jeder sollte einmal darüber nachdenken, ob das Auto wirklich für jeden Weg nötig ist. Für mich hat es viele Vorteile, mit dem Bus zu fahren. Es geht oft sogar genauso schnell wie mit dem Auto und ich kann mich zurücklehnen. Lieber lese ich, höre Musik oder einen Podcast, als dass ich mich mit Ampeln oder anderen Autofahrern auseinandersetze.

Hier steht alles zur Modellstadtkampagne auf der Webseite der Stadt Essen.

Eine Antwort zu “Ruhrbahn-Auszubildende Leonie will den Verkehrswandel”

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Leonie Blazejczak

Leonie Blazejczak

18.06.2019