Bus- und Bahn-Sicherheitstraining für Senioren bei der Ruhrbahn

Sicherheitstraining Bus und Bahn

Trainerin Gertrud Lüttkenhorst bringt dei Seniorengruppe zum Haus der Begegnung. Dort beginnt in wenigen Minuten der Thorieteil.

Kennt ihr schon unser Sicherheitstraining für Senioren? Ich kannte es bis vor kurzem nicht. Die Ruhrbahn bietet für Fahrgäste, die nicht mehr so gut zu Fuß sind ein spezielles Sicherheitstraining an. Ich habe das Training besucht. In diesem Artikel findet ihr nützliche Hinweise, wie ihr Bus und Bahn sicherer nutzen könnt, auch wenn ihr nicht mehr so gut zu Fuß seid.

Irgendwann kommen wir in ein Alter, in dem wir körperlich nicht mehr so fit sind wie früher. Die Reaktionsfähigkeit lässt nach und wir sind nicht mehr so sicher auf den Beinen.

Hier sind vierzehn Tipps für Fahrgäste,
die nicht mehr gut zu Fuß sind:

1. Besorge vor Fahrtantritt ein Ticket:
Eine Monatskarte ist die bequemste Variante. Für alle, die nur gelegentlich unterwegs sind ist ein 4er Tickets gut geeignet. Sie sind günstiger als Einzelfahrscheine und du hast sie schon vor dem Einstieg parat. So entfällt die lästige Suche nach Kleingeld beim Fahrerverkauf. Viele Tabakgeschäfte verkaufen Fahrscheine der Ruhrbahn.

Sicherheitstraining Bus und Bahn

Im Theorieteil des Sicherheitstrainings beantwortet Trainer Michael Gräff alle Fragen.

2. Halte dein Ticket schon vor dem Einsteigen in der Hand:
Wer den Fahrschein schon vor dem Einstieg in der Hand hält, erspart sich hektisches Suchen. So kannst du dich besser auf das sichere Einsteigen und Festhalten konzentrieren.

3. Muss ich mit dem Rollator vorne einsteigen, um mein Ticket zu zeigen?
In den Bussen gibt es zwar den kontrollierten Vordereinstieg, mit dem Rollator steigst Du besser hinten ein. Zeige das Ticket nach dem Einsteigen sichtbar hoch, um es dem Fahrer zu zeigen.

4. Einstieg in die Bahn:
Gehe am Bahnsteig möglichst weit nach vorne, in Richtung Fahrer. Straßenbahnen fahren immer bis an den Anfang des Bahnsteigs. Merke Dir den Standpunkt an der Haltestelle. Bahnen halten immer an der gleichen Stelle. So stehst immer direkt an der Tür.

5. Immer festhalten:
Verschaffe dir direkt nach dem Einstieg einen sicheren Halt. Im Fahrzeug gibt es dazu zahlreiche Möglichkeiten. Nutze die Stangen und Griffe, wenn du dich durch
das Fahrzeug bewegst.
Setze dich direkt auf den ersten freien Platz. Auch im Sitzen solltest du dich stets festhalten, damit du in Kurven oder beim Bremsen nicht den Halt verlierst.

Seniorebtraining bei der Ruhrbahn

6. Die sichersten Sitzplätze:
Die sichersten Plätze sind die, mit dem Rücken zum Fahrer. Im Falle eines
unvorhersehbaren Bremsmanövers kannst du nicht vornüber fallen, sondern wirst lediglich stärker in den Sitz gedrückt.

Seniorebtraining bei der Ruhrbahn
7. Niemals auf den Rollator setzen!
Stelle den Rollator ab, quer zur Fahrtrichtung. Bleib daneben stehen oder suche dir einen Sitzplatz in der Nähe.

8. Rollator richtig platzieren:
Wenn du deinen Rollator im Mehrzweckbereich abstellst, empfiehlt sich ein Sitzplatz in der Nähe, damit du den Rollator zusätzlich festhalten kannst.
In Kurven oder beim Bremsen kann der Rollator umkippen und du stürzt mit ihm.
Wichtig: Ziehe die Feststellbremsen, damit der Rollator während der Fahrt nicht wegrollt, umkippt und andere Fahrgäste verletzt.

9. Wenn kein Sitzplatz verfügbar ist:
Wende dich nett an einen anderen Fahrgast. Du hast zwar keinen Anspruch auf einen Sitzplatz, aber wenn du Mitreisende freundlich fragst, wird dir bestimmt jemand seinen Sitzplatz anbieten.

10. Keine Angst vor der Tür:
Du musst keine Angst davor haben, in den Türen eingeklemmt zu werden. Alle Türen sind nach modernsten Standards mit Sicherheitsmechanismen versehen. Sobald die Sensoren in der Tür einen Widerstand spüren, wird diese sofort automatisch wieder geöffnet. Du kannst in Ruhe ein- und aussteigen.

11. Versuche nicht die Tür mit Gegenständen offen zu halten:
Versuche niemals die Tür mit einem mit dem Stock oder der Handtasche auf zu halten. Da greift der Sicherheitsmechanismus nicht und das gute Stück macht sich ggfs. ohne dich auf die Reise.

12. Die Blaue Taste (oder Rot mit Kennzeichnung)
Diese Taste ist für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste. Wird diese Taste außen oder innen betätigt, schließt die Tür nicht automatisch, sondern muss vom Fahrer bedient werden. Der Fahrer verfolgt dann im Spiegel, ob der Einstieg erfolgt ist und ob er die Tür schließen kann.

Seniorebtraining bei der Ruhrbahn

13. Sicher aussteigen:
Bleib sitzen, bis das Fahrzeug steht. Oft stehen genügend Menschen an der Tür und es ist genug Zeit zum Aussteigen. Falls nicht. Auch im Innenbereich gibt es eine blaue Taste. Auch sie bewirkt, dass die Automatik aus der Tür genommen ist. Der Fahre bedient dann die Tür und kann verfolgen, ob Du bereits ausgestiegen bist.
Solltest Du nicht am blauen Schalter sitzen: Frag jemanden der dort sitzt, ob er sehr freundlich wäre ihn für dich zu betätigen.

14. Mit dem Rollator immer rückwärts aussteigen:
Steige immer Rückwärts aus, wenn Du mit dem Rollator unterwegs bist. Erst aussteigen, sichern Halt verschaffen und dann den Rollator hinterherziehen. Andernfalls besteht die Gefahr des Wegrutschens und das kann zu schlimmen Verletzungen führen.

Am besten besuchst du ein Sicherheitstraining für Senioren der Ruhrbahn.
Dort trainieren wir auch das sichere Ein- und Aussteigen mit dem Rollator.

Informationen und Kontakt:
Andrea Graf: Tel. 0201 – 279 91 63 

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Tim Krischak

02.01.2018